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Le Mans 2016 vom 11. bis 20. Juni 2016 (Das Tagebuch der Ford-Fotogruppe)

Le Mans 2016 vom 11. bis 20. Juni 2016 (Das Tagebuch der Ford-Fotogruppe)

Kategorien: Blog | Dieser Artikel wurde am 05.07.2016 verfasst.

 

Unsere Fahrt zum 24 h Rennen nach Le Mans hatte den Hintergrund, dass Ford seit 50 Jahren wieder mit am Start ist. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und setzten auf Sieg, von Ford, in der GT Klasse. Der Sieg der GT’s war ein phänomenales Comback für Ford und wir freuten uns über den Sieg, Platz 3 u. 4, mit dem Team vor Ort.

 

In unserem Bericht in Tagebuchform, wird erzählt was wir so alles in der Woche erlebt haben. Zu jedem Tag gibt es ein paar Bilder mit dem Bezug zum Text. Viel Spaß beim Lesen und dem Anschauen der Bilder.
Ebenso findet Ihr auf unserer Webseite, unter Alben, zahlreiche Bilder vom Rennen, Qualify und dem freien Training. Die Bilder im Album sind mehr dem Rennen zugeordnet, die Bilder im Blog sind ein Mix von dem was die Mitglieder erlebt haben und dem Ablauf in der Rennwoche.
Zu den Bildern an der Rennstrecke und den Fotos allgemein: Alle Bilder wurden von Positionen aufgenommen die für dort anwesende Zuschauer zugänglich waren. Wir hatten nicht die Möglichkeit an Standorte zu gelangen die für die Presse vorgesehen waren. Aus diesem Grund haben wir keine Fotos vom Rennen, die aus einer tiefen Position aufgenommen wurden. Das war noch die einzige Perspektive, die uns gefehlt hat.
Des Weiteren wurden einige wenige Bilder mit einem Handy oder einer Brigdekamera aufgenommen. Bei einigen Fotos haben wir auch Probleme mit den Kontrasten gehabt (Beispielsweise in der Ford Box), die sich in ausgebrannten Lichtern darstellen. Wir haben eine Auswahl an Fotos trotzdem im Blogbericht gelassen da sie einen gewissen Informations.- oder Erinnerungswert haben.

 

Samstag, der Tag der Abfahrt 

Unser 9 Sitzer Bus (Leihwagen) ist ausreichend gefüllt obwohl wir zurzeit erst 3 Personen sind. Der letzte Kollege sollte im Kreis Saarlouis abgeholt werden, da fiel auf, dass die Eintrittskarten für das Rennen noch beim Fahrer zuhause waren. Also zurück zum Wohnort des Fahrers, die Karten holen, dann wieder in Richtung Frankreich fahren und noch schnell wieder den Kollegen aus dem Kreis Saarlouis einladen. Leichte Verzögerung der Abfahrt.
Die Hinfahrt nach Le Mans war ein Wechselbad von Temperaturschwankungen sowie ein Wechsel zwischen Sonne und extremen Regenfällen. Auf dem Campingplatz in Spay angekommen wieder Regenfälle. Zelte aufbauen bei diesen Bedingungen wollten wir nicht. Es bestand aber die Möglichkeit einen Zeltbungalow zu mieten. Gesagt getan, für die ersten 4 Nächte war Komfort angesagt. Danach sollte es zum Campingplatz an der Rennstrecke gehen……so war es geplant.
Ein Teil der Gruppe checkte kurz die Umgebung (ca. 2 Std.), Rennstrecke, Supermärkte, Campingplatz an der Rennstrecke usw.
Abends lecker Dosenmenü.

 

Sonntag, Tag 2

Nach dem Frühstück nochmals die Umgebung abfahren und den geplanten Campingplatz für Dienstag besichtigen. Die Regentage der letzten Wochen haben auch in Le Mans Ihre Spuren hinterlassen. Die Entwässerungsgräben auf dem Zeltplatz waren gut gefüllt und das Wasser darin hatte schon etwas Fließgeschwindigkeit. Auf dem Platz gab es teilweise Wasserpfützen und für einen so riesigen Platz gab es einfach zu wenig Sanitäreinrichtungen. Die Plätze waren relativ eng und der Platz zum Nachbar war nicht gerade groß. Alles sah irgendwie nach extremer Party aus. Da meinte ein Kollege das wäre „Assi – Camping“, sofort wurde über eine Alternative nachgedacht. Die Alternative war dann, dass wir auf dem Campingplatz in Spay bleiben wollten und unsere Zeltplatzkarten vom Campingplatz an der Rennstrecke, für einen Parkplatz nutzen wollten…..so die Idee.
Die Rennstrecke wurde weiter abgefahren, um einen Eindruck zu gewinnen, wo man denn die optimalen Fotos machen könnte.
Weiter ging es nach Le Mans ins Zentrum, dort fand die Abnahme der Fahrzeuge statt. Die Suche nach einem Parkplatz war dann nicht ganz so einfach und noch ahnten wir nicht, dass uns das Parkplatzthema die ganze kommende Woche nicht loslassen sollte. Nach ca. einer 3/4 Sunde endlich einen Parkplatz gefunden und zum Glück regnete es auch nicht. Das Le Mans Rennsport geprägt ist, haben wir an vielen Stellen ist der Stadt gesehen. In den Schaufenster sieht man so einiges was an den Rennsport erinnert, ganz zu schweigen von den Rennfahreren die sich in der Stadt verewigt haben.
Auf dem Weg zum Platz „der Republik“, kurzer Abstecher ins Subway, viel Glück gehabt, in diesem Moment kam gerade ein heftiger Wolkenbruch. Im Trocken genießen wir unsere Sandwichs. Nach der Stärkung ging es weiter zur Fahrzeugabnahme.
Es war etwas eng bei der Fahrzeugabnahme, aber es bestand die Möglichkeit, von dem ein oder anderen Fahrzeug, Fotos zu machen. Dann schon wieder ein Wolkenbruch, schnell in ein Bistro am Platz. Mal einen vernünftigen Café trinken, die Preise waren auf Saarlouiser Niveau. Was uns etwas zermürbt hat, wir haben keinen Ford GT gesehen und morgen wieder nach Le Mans reinfahren, dafür hatten wir keine Lust. Dann kurz vor dem Abbruch der Spruch, geh mal einer wieder nachsehen, vielleicht kommt ja doch noch ein GT. Wenn ja, sollte er uns anrufen. Drei warteten im Café und warteten und warteten …. Dann in der dreier Runde: Wir gehen jetzt, hat der Kollege angerufen? Ja, aber wir haben den Anruf nicht gehört. Wir versuchen den Kollegen zu erreichen, endlich gelingt der Kontakt. Dann die Info, es kommen mehrere Ford GT´ s. Zügik wurde das Café verlassen, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Der Andrang an den Ford GT’ s war extrem groß. Jeder wollte sie sehen. Es war schwierig Fotos zu machen, aber es gelang uns trotzdem und wir hatten einige Fotos im Kasten.
Dann zum Schluss die Präsentation von 3 Ford GT’ s mit Team. Das war die beste Präsentation eines Teams (one Plan, one Team, one Ford) die wir am diesem Tag gesehen hatten.
Zufrieden ging es zum Campingplatz und es gab wieder lecker Dosenmenü. Danach trafen wir dann auch die endgültige Entscheidung auf dem Campingplatz in Spay zu bleiben, am Montag sollte diesbezüglich alles festgelegt werden.

 

Montag, Tag 3

Die Ernüchterung.
Nach den ersten Erfolgserlebnissen kam montags die Ernüchterung. Voller Motivation wurde wieder die Strecke abgefahren um optimale Positionen zum Fotografieren zu finden. Nach Mulsanne sollte es gehen, dort soll man freies Blickfeld, ohne die Behinderung von Fangzäunen, haben. Dort angekommen, trafen wir die Entscheidung beim Rennen oder bei dem Qualifizieren, an dieser Stelle zu fotografieren. Das Ganze sollte gesichert werden durch den Kauf einer Parkplatzkarte, ebenso sollte noch eine Parkplatzkarte gekauft werden in der Nähe der Ford – Schikane.
Jetzt kommt es, die Odyssee um eine Parkplatzkarte zu kaufen, um dann gesagt zu bekommen: Alles ausverkauft.
In der Kürze: Am Haupteingang in der ACO – Info gab es die Info, das es Karten im Verkaufsshop am Museum gibt. Im Museum bekamen wir dann die Info alle Parkplätze wären frei. Die Frau im Verkaufsshop sah wirklich gut aus und war sehr nett. Wir dachten uns, irgendetwas stimmt hier nicht. Also Probe aufs Exempel, auf einen Parkplatz fahren und es mal versuchen. Gesagt getan, kein Zugang zur Parkfläche. Dann die nette Auskunft eines Herrn wo es denn Karten zu kaufen gibt, in der Nähe des Flugplatzes, gegenüber der Rennstrecke. Wir den ACO Kartenverkauf gesucht. In der Schlange gestanden, die Info: Alle Parkplätze ausverkauft. Optimale Aktion, alle sind Begeistert.
Es ging zurück zum Campingplatz, vorsorglich wurden die Zelte für Dienstag aufgebaut, weil es ausnahmsweise nicht regnet. Heute die letzte Nacht in unserem Zeltbungalow. Dann ein Absacker mit Bier und Wein um die Nerven zu glätten.
Mal sehen was der Dienstag bringt.

 

Dienstag, Tag 4

Das Programm für Dienstag: Offizielles Pressefoto mit Fahrern und das Erkunden des Start/Ziel – Bereich.
10:30 Uhr sollte es losgehen mit dem Fototermin, wir knapp im Zeitfenster und wieder das Problem mit der Suche nach einem Parkplatz. Noch einmal Glück gehabt, Parkplatz gefunden, ganz in der Nähe vom Haupteingang. Noch 30 min. und der Fototermin ist vorbei. Wir wissen nicht wohin, sind aber nicht die Einzigen die am Suchen sind! Wenig Hinweise auch beim Nachfragen! Irgendwie haben wir dann doch die richtige Stelle gefunden, mehr Instinkte als Wissen, aber wir konnten die Fahrer fotografieren, mit ein wenig Zaun in der Linse, aber es hat funktioniert.
Nach dem Fotoshooting für die Presse wurde für die Presse die Boxengasse geöffnet. Wir beobachten das Treiben von der Tribüne gegenüber. Da müsste man jetzt sein.
Die Idee, wir versuchen es einfach. Mit Kamera und Ford Ausweise gerüstet, an der Sicherheit vorbei. Die Sicherheit hat nix gesagt war aber auch irgendwie anders beschäftigt. Es hat funktioniert. Vor uns eine relativ leere Boxengasse, gut um Bilder zu machen. Besser geht’s nicht. Danach ging es weiter mit dem Erkunden des Geländes. Unsere Tribüne suchen, für die wir Platzkarten haben, um zu checken, ob alles passt für Fotos zu machen. Zum Abschluss noch einmal über die Dunlop Bridge auch hier checken was für Fotos brauchbar ist.
Zurück zum Campingplatz, Ihr ahnt es schon…..lecker Dosenmenü. Am Abend steht noch die Ankunft des letzten Teammitgliedes an. Schnell noch das letzte Zelt aufbauen und unser Gruppenzelt. Beim Aufbau des Gruppenzeltes haben wir festgestellt, dass wir blöderweise das falsche Zelt eingepackt haben. Die Zeit vor der Abfahrt war wohl ein wenig knapp.

Abends wieder heftigste Regenfälle, das Wetter nervt wirklich heftig. Ab Mittwoch ist zelten in kleinen Zelten angesagt. Der Luxus schwindet, oh je.
Dann kommt noch ein High Light, die Mail von Ford kommt an, beim freien Training die Ford Box (Garage an der Rennstrecke) zu besichtigen, für die wir uns angemeldet haben. An die Mail hatten wir schon nicht mehr geglaubt, das hat uns aufgebaut, die Freude war groß!

 

Mittwoch, Tag 5

Ford Garagen (Box) Besichtigung und freies Training.
Und wieder das gleiche Thema gleich zu Beginn…..ein Königreich für einen Parkplatz.
Die lang erwartete Mail am Tag zuvor, war der Besichtigungstermin der Ford Garage (Box). Die Anmeldung erfolgte innerhalb der Rennstrecke auf einem zugewiesenen Parkplatz, hier war die Anlaufstelle beziehungsweise der Treffpunkt. Namen und Ausweise wurden kontrolliert, der Termin bzw. die Uhrzeit wurde überprüft. Der Zugang erfolgte dann etwas später an einem anderen Treffpunkt in zwei Gruppen.
Die netten Mitarbeiter zeigten uns das Areal und wir durften teilweise Fotos machen. Fotografieren war sehr schwierig, da es sehr eng in den Boxen (Garage) ist.
Danach wurden noch verschiedene Punkte abgelaufen und noch das ein oder andere Bild geschossen. Letzte Station an diesem Tag, die Dunlop Brigde. Dort ließ sich von der Tribüne noch das ein oder andere Bild schießen (Ergänzung: Nur Samstag und Sonntag sind die Tribünen kostenpflichtig).
Nach 5 Stunden, ging es wieder zurück zum Campingplatz. Die erste Nacht im Zelt, in der Ferne donnern die Motoren, die Rennstrecke ist ca. 7 km entfernt.
Die letzten Gedanken, hoffentlich bleibt das Wetter stabil, die Regenfälle der letzen Tage nerven gewaltig. Mal sehen was der Donnerstag an Überraschungen bringt.

 

Donnerstag, Tag 6

Morgens der erste Blick aus dem Zelt, trocken! Hoffentlich bleibt das so. Zwei Stunden später das ewige Nass!
Zwei Kollegen kurz entschlossen, ein Pavillon muss her, damit wir beim Essen im Außenbereich trocken sitzen. Die Irrfahrt der Kollegen dauerte fast 2 Stunden, bis sie einen Supermarkt gefunden hatten der Pavillons zum Verkauf anbot. Schnell den Pavillon aufbauen und im trocknen sitzen. Der Regen und das Wetter drückt trotzdem auf die Stimmung. Etwas Bier beruhigt die Nerven, ein Kollege hat ein Ziel vor Augen: Fotos schießen beim Qualify in Mulsanne, trinkt nichts und um 17:15 Uhr startet die Hälfte der Gruppe nach Mulsanne. Keine Kontrolle von Parkplatzkarten, Glück gehabt.
Während bei unserem Shooting im Süden die Sonne scheint und die Strecke trocken ist, sehen wir auf den Großbildschirmen dass es im Start/Zielbereich heftig regnet. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes, wieder einmal Sonne! Einige Autos stehen quer in anderen Bereichen der Strecke, wegen des heftigen Regens. Kurze Pause, kein Auto kommt, wahrscheinlich wechseln alle Teams die Reifen. Dann geht es weiter, schnell noch ein paar Bilder vom GT gemacht und von weiteren Autos. Die Abenddämmerung wird genutzt für die ersten Nachtfotos, dann die ersten Regentropfen auch in Mulsanne, wir treten den Heimweg an. Kaum im Bus, geht es los mit dem Regen. Die Fahrt zum Zelt im Dauerregen. Am Zelt angekommen hört es endlich auf. Es geht zum Abendessen über, unter dem Pavillon. Zwei Stunden später heftige Regenfälle, das Wetter nervt voll. Bleibt nur zu hoffen dass sich das Wetter am Wochenende beruhigt. Morgen, am Freitag, steht für uns nichts an. Die Fahrerparade und den Pit Walk schenken wir uns, von der Boxengasse haben wir ausreichend Bilder. Der Plan, der Freitag soll genutzt werden und die ersten Bilder für die Webseite auszuwählen.
Hoffentlich lässt der Regen bald nach, wir sind genervt. Wenigstens sind die Zelte dicht, Gott sei Dank.

 

Freitag, Tag 7

Mad Friday! Der erste Blick aus dem Zelt……das Wetter könnte besser sein. Eine Stunde später, die Sonne kommt. Alles lüften, Zelt, Kamerataschen, Schlafsäcke, es war einfach zu feucht. Zwei Kollegen treibt die Gier nach Fleisch ins Auto, schnell in den nächsten Supermarkt, heute ist Grillen angesagt. Nach dem Grillen geht es zur Arbeit über, Vorauswahl der ersten Fotos, 2,5 Stunden Bilder ansehen. Die endgültige Auswahl erfolgt Zuhause.
Wieder ein Regenschauer, danach endspannt auf den Samstag warten. Die Entspannungsphase wurde mittels Hopfen eingeleitet. Der Status fing bei einigen an mit Relaxen, dann wurde es etwas lebhafter, lustiger, etwas lauter….noch lauter (es ist 1 Uhr nachts), es schlug um in dicke Luft. Wenn man in 2 m Entfernung in den Zelten liegt, ist an Schlaf nicht zu denken. Morgen startet das Rennen, viel zu fotografieren. Müdigkeit und Zerschlagenheit ist in diesem Fall ein schlechter Partner. Es sollte ja auch beim Rennen nachts fotografiert werden.
Mal sehen was am Samstag umgesetzt wird.

 

Samstag, Tag 8, das Rennen beginnt

Mit ein wenig Verzögerung kommen wir im hier und jetzt an. Pünktlich geht es zur Rennstrecke. Die Parkplatzsuche ist ein wahres Abenteuer. Nach ca. einer ¾ Stunde wurde die Entscheidung gefällt, unseren ehemals geplanten Zeltplatz an der Rennstrecke als Parkplatz zu nutzen. Wir hatten ja Tickets für zwei Zeltplätze. Von dort aus sollte es mit dem Shuttle Service zur Rennstrecke gehen, so der Plan. Am Campingplatz angekommen, teilte uns der Platzanweiser am Eingang mit, dass der Campingplatz belegt sei. Es gibt also keine Möglichkeit für uns, das Auto auf dem Platz kurzfristig zu parken. Es gab aber die Info, vom Platzanweiser, es weiter oberhalb, in Richtung der Sportarena zu versuchen.

Anmerkung: Ob der Platz überbucht war oder Teile des Platzes wegen des starken Regen nicht genutzt werden konnten, war nicht zu beurteilen. Wir finden aber die Organisation des Veranstalters absolut nicht ausreichend, in diesbezüglichen Situationen angemessen weiterzuhelfen. Da ist Verbesserungsbedarf notwendig!!!!
Weiter geht es mit unserer Odyssee der Parkplatzsuche. Es wurde in Richtung Stadion gefahren, dort wollten wir parken. Auf dem Parkplatz am Stadion, standen noch jede Menge Parkplätze zur Verfügung. Der Einweiser am Parkplatz wollte uns aber nicht so richtig auf den Parkplatz lassen, obwohl wir ihm sagten, dass es die Info vom Campingplatz gab, hier her zu fahren und wir ja auch hier nicht dauerhaft stehen bleiben würden. (Es handelte sich um einen Asphalt Parkplatz und wir hatten ja auch kein Wohnmobil, das irritierte wohl auch den Einweiser am Parkplatz). Hartnäckig und mit harter Stimme verliehen wir unserem Anliegen Geltung und bekamen endlich Zugang zum Parkplatz.
Gerade eingeparkt, wieder heftiger Regen. Wir lassen den Start des Rennens an uns vorüberziehen und warten im Auto das Ende des Regens ab. Nass bis auf die Knochen, dann wäre der Samstag gelaufen.
Nach der Taschenkontrolle am Eingang, ging es mit dem inneren Shuttle Service ins Zentrum der Rennstrecke. Unser erster Gang war zum inneren Parkplatz P6 innerhalb der Rennstrecke, um den Mitarbeiterservice von Ford zu nutzen. Es war die einzige Möglichkeit, um an die für Mitarbeiter eigens eingerichtete Location an der Porsche Kurve zu kommen. Das hat super funktioniert! Wir wurden in Ford eigenen Fahrzeugen in Richtung Mulsanne gefahren. Der Weg dorthin war ein wenig abenteuerlich. (Wir hatten uns schon montags gewundert wie man dort hinkommen soll, wenn erst das Rennen läuft und die Strecke gesperrt ist.) Aber selbst unsere Straßenfahrzeuge haben diesen anspruchsvollen Weg komfortabel gemeistert. Dort angekommen, mussten wir die Werksausweise vorlegen, es gab Geschenke und Getränke Bons. Das Essen war frei und lecker! Mineralwasser (auch mit Sirup) konnte man ebenso unbegrenzt trinken. Vor der Halle gab es eine Aussichtsplattform auf der man das Rennen beobachten konnte. Auch hier war wieder fotografieren angesagt.
Das hat alles Spaß gemacht und wir durften uns in dieser Woche das zweite Mal über das Entgegenkommen unseres Arbeitgebers freuen. Tolle Sache, auch super dass Ford wieder beim 24 h Rennen in Le Mans dabei ist!
Nach ca. 3 Stunden ging es wieder zurück zum Start/Zielbereich im Inneren der Rennstrecke. Da wir nur 2 Tribünenplätze hatten, ging die Hälfte von uns zum Fotografieren auf die Tribüne und die andere Hälfte zum Ford Shop. Es wurde noch die eine oder andere Kleinigkeit gekauft.
Unsere Plätze auf der Tribüne an der Ford Schikane waren super zum Fotografieren, man hatte den Blick auf die Schikanen und auf den Start/Zielbereich, was will man mehr. In der untergehenden Sonne wurden die letzten Fotos für diesen Tag geschossen, die Schatten waren etwas lang, aber es war ja auch schon spät. Noch wusste keiner dass dies nicht die letzten Fotos des Tages sein sollten.
Treffpunkt war ca. 3 Stunden später am Bus und es ging zurück zum Campingplatz.
Nach einer ¾ Stunde nach dem Essen trafen noch Zwei die Entscheidung, ein paar Bilder in der Nacht zu schießen. Für die Zwei ging es wieder zurück zur Rennstrecke. Auch das Auffinden eines Parkplatzes war in der Nacht kein Problem. Wir, auf dem Campingplatz, waren gespannt auf die Resultate.
Für den Rest der Gruppe ging es in den Schlafsack, in der Ferne hörten wir die Motoren.
Zu den Bildern am Samstag: Die ersten Bilder wurden an der Porsche Schikane aufgenommen. Dort hatte Ford eine Fläche zur Verfügung gestellt auf der Mitarbeiter das Rennen sehen konnten. Danach ging es wieder zum inneren der Rennstrecke im Bereich der Ford Schikane, dort wurden die restlichen Bilder an diesem Tag aufgenommen, ebenso die Fotos in der Nacht.

 

Sonntag, Tag 9, das Rennen endet

Sonntag 8 Uhr, der Wecker klingelt. Endlich ein Tag ohne Regen, auch der Wetterbericht meldet einen regenfreien Tag. Nach dem Frühstück ging es zur Rennstrecke. Das gleiche Drama wie am Vortag, Parkplatzsuche. In der Nähe der Arena wieder Erfolg gehabt ohne Kontrolle direkt den Zugang bekommen. Im Inneren der Rennstrecke, teilt sich die Gruppe auf, eine Gruppe macht Bilder on Location, die anderen fotografieren von der Tribüne aus. Nach drei Stunden war das Fotografieren zu Ende, die Zieldurchfahrt der GTs auch noch geschafft, ein erster Platz und die Plätze 3 und 4 nach 50 Jahren, wir sind begeistert. Die Ganze Atmosphäre nach dem Rennen war großartig. Die Zuschauer liefen auf die Rennbahn, die Stimmung war sehr ausgelassen. Das war der krönende Abschluss vom Rennen, das hat uns allen Spaß gemacht.
Entspannt und bei noch gutem Wetter ging es zurück zum Zeltplatz. Schnell noch lecker Dosenmenü und dann die Zelte abbauen, da für Montag wieder Regen angesagt ist und wir nicht im nassen abbauen möchten. Die letzte Nacht verbringen wir wieder in einem Zeltbungalow, der kurz vorher frei geworden ist. Ein letztes Bier bevor die Nacht einbricht. Morgen steht die Fahrt nach Hause an.

 

Montag, Tag 10, die Rückfahrt

Wie kann es in diesem Jahr anders sein, es regnet am Montagmorgen. Auf der Fahrt von Le Mans nach Hause, ist der Regen unser ständiger Begleiter. Was für eine katastrophale Wetterlage in diesem Jahr.

 

 

Ergänzung:
Le Mans 2016,
eine Woche überleben!

Das 24 h Rennen von Le Mans ist in seiner Art einzigartig! Der größte Teil der Strecke geht über herkömmliche Landstraßen. Um die 250 000 Zuschauer sind dabei und das beschert der Region Devisen. Auf Grund des kurzfristigen Ansteigens von Renn -Touristen, entsteht ein knappes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Die Meisten nutzen die Möglichkeit des Campens. Man sieht auch das ein oder andere Auto in der 80 000 € Klasse auf den Campingplätzen und das auch mit Zelt. Es kommt sogar vor, dass ein Besitzer eines Jaguar E-Type Cabrio, zeltet. Das ist alles keine Seltenheit.
Entsprechend dem Andrang auf allen Campingplätzen, lässt das Sanitärangebot zu wünschen übrig. Da darf man nicht verwöhnt sein! Wir haben auch Camper gesehen, im Wald direkt an der Rennstrecke zelten, von Sanitäreinrichtungen keine Spur. Man kann sogar beobachten, dass Zelte am Straßenrand auf Gehwegen aufgeschlagen werden. Vielleicht war ja einer der Gründe für solche Aktionen, das schlechte Wetter im Juni 2016. Wir haben zahlreiche Wiesen gesehen die unter Wasser standen und vielleicht waren das ja alles Notlösungen, wir wissen das aber nicht.
Wer das 24 h Rennen in Le Mans mal erleben will, hier der Tipp: Geiz ist keineswegs geil, besser ein paar Euro mehr investieren, mit dem Wohnwagen fahren oder eine Ferienwohnung rechtzeitig buchen, ausreichend Parktickets kaufen und unterschiedliche Parkplätze an der Strecke anfahren. Tribünentickets sind auch sehr zu empfehlen, wegen der besseren Sicht und der Trockenheit bei Regen. Ein Wohnmobil ist nur zu empfehlen, wenn man Fahrräder oder einen Roller dabei hat. Bei den Campingplätzen an der Strecke gibt es den Rustikal Zuschlag! Aber vielleicht ist es gerade das was Le Mans ausmacht, rustikales Campen, Party, trinken und mit teils außergewöhnlichen Autos nach Le Mans fahren. Am Mad Friday Blödsinn machen und am Rennwochenende mit den Fahrern durchhalten. Das alles kann Le Mans sein, muss es aber nicht.
Problemfall Regen: Mit Regen ist in Le Mans immer zu rechnen, die richtige Kleidung einpacken, was heißt: Kleidung die für alle Situationen passend ist, ob Regen, Hitze oder Kälte, alles muss abgedeckt sein!
Die Preise auf der Rennstrecke sind selbstverständlich auch etwas höher als normal, also genügend Geld einpacken oder Proviant und Trinken (keine Glasflaschen!) mitnehmen.
Und nicht vergessen, wenn Ihr an der Rennstrecke seid, orientiert euch was Toiletten anbelangt, nicht das Ihr ewig suchen geht. Die Damen haben hier auch einen gewissen Vorteil, Schlange bei den Männern, wenig Betrieb bei den Frauen.
Und noch eine Empfehlung: Plant nach der Veranstaltung noch ein paar Tage Urlaub zur Erholung ein, das 24 h Rennen ist nicht nur für Fahrer und Teams anstrengend.
Für uns war es die Erfahrung wert und wir waren froh dabei zu sein. Wir haben viel Lehrgeld bezahlt und würden das nächste Mal das Ein oder Andere, anders machen. Wahrscheinlich würden wir auch tiefer in die Tasche greifen, unser Le Mans Sparpacket war nicht ganz befriedigend.
Und noch die Bemerkung zum Schluss: Das 24 h Rennen in Le Mans ist einsame Klasse und mit nichts zu Vergleichen. Als Mitarbeiter von Ford mit dabei zu sein und das überaus erfolgreiche Comeback der GT´s miterleben zu dürfen, war das Erlebnis wert, auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat.

Viel Spaß bei der Planung wenn Ihr mal zum 24 h Rennen nach Le Mans fahrt.

Zu den Bildern für die Ergänzung: Hier findet Ihr so einige außergewöhnliche Dinge. Ihr seht ein Bild vom Shuttle Service der im Inneren und äußeren der Strecke fährt. Die Karte zeigt die äußeren Haltestellen.

 

 

Weitere Bilder von unserem Le Mans Abenteuer findet Ihr unter Alben.